Klimaschutzprogramm Neustadt vorgelegt

Am Mittwoch, 30. September 2009 fiel im Neustädter Schloss Landestrost der Startschuss für das „Aktionsprogramm Klimaschutz + Siedlungsentwicklung“, das die Stadt gemeinsam mit dem lokalen Energieversorger Stadtwerke Neustadt, der Klimaschutzagentur Region Hannover sowie dem Institut für Wohnpolitik und Stadtökologie erarbeitet hat. Gemeinsam mit Bürgern, Akteuren aus lokalen Vereinen, Verbänden und Kirchen, Vertretern der Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie der Wohnungswirtschaft wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Klimaschutz geschnürt, das Anfang 2011 als Endbericht vorgelegt wurde.

Ziel des "Aktionsprogramms Klimaschutz + Siedlungsentwicklung" ist , die langjährigen Aktivitäten in der Stadt Neustadt zugunsten des Klimaschutzes zu vernetzen und zu verstärken. Es sollen Kräfte gebündelt und lokale Netzwerke gestärkt, der Energieverbrauch im öffentlichen und privaten Bereich nachhaltig gesenkt und der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid erheblich reduziert werden. Klimaschutz kann auch zur aktiven Wirtschaftsförderung für lokale Unternehmen und Handwerker werden.

Mit den im Endbericht vorgeschlagenen Maßnahmen soll der Energieverbrauch in Neustadt weiter gesenkt und erneuerbare Energiequellen weiter ausgebaut werden. Ziel der Stadt Neustadt ist, den Treibhausgas-Ausstoß langfristig von derzeit rund acht Tonnen pro Jahr und Einwohner auf einen klimaverträglichen Wert von zwei Tonnen zu senken. Als Etappenziel soll der Treibhausgas-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 25 % (oder 6,3 Tonnen) gegenüber dem Jahr 2005 sinken.

Schwerpunkt Siedlungsentwicklung
Einen Schwerpunkt des Aktionsprogramms bildete das Thema Klimaschutz in der Siedlungsentwicklung. Hier wurde die Kommune als Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesbauministeriums ausgewählt. Im Zuge der Erarbeitungsphase wurde diskutiert, wie eine klimagerechte Siedlungsentwicklung den Ursachen und den Folgen des Klimawandels begegnen kann. Dazu gehören Konzepte zur Nutzung erneuerbarer Energien oder die ressourcenschonende Entwicklung bestehender und neuer Siedlungsgebiete. federführend war hier das Institut für Wohnpolitik und Stadtökologie (IWS).

Der Endbericht mit dem Maßnahmenplan können hier als PDF-Dokumente heruntergeladen werden. Die Klimaschutzagentur bedankt sich bei den Partnern, den Bürgern und den weiteren Akteuren, die ihre Standpunkte und Ideen in den Erarbeitungsprozess eingebracht haben und hofft auf eine erfolgreiche Umsetzungsphase des Klimaschutzkonzepts.

Endbericht als Download

Klimaschutzkonzept_Neustadt_a._Rbge._Bericht.pdf

5.8 M

Klimaschutzkonzept_Neustadt_a._Rbge._Materialband.pdf

7.3 M