Klimaschutzprogramm Neustadt
Am Mittwoch, 30. September fiel im Neustädter Schloss Landestrost der Startschuss für das „Aktionsprogramm Klimaschutz + Siedlungsentwicklung“, das die Stadt gemeinsam mit dem lokalen Energieversorger Stadtwerke Neustadt, der Klimaschutzagentur Region Hannover sowie dem Institut für Wohnpolitik und Stadtökologie auflegt. Zur Mitgestaltung aufgerufen sind außerdem Bürger, Akteure aus lokalen Vereinen, Verbänden und Kirchen sowie Vertreter der Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie der Wohnungswirtschaft. Gemeinsam soll ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Klimaschutz geschnürt werden. Ziel ist, den Energieverbrauch in Neustadt zu senken und erneuerbare Energiequellen weiter auszubauen. Bis zum Jahr 2020 soll der derzeitige CO2-Ausstoß so um mindestens 40% gesenkt werden. „Für das Neustädter Land als dreimaligem Solarmeister der Region Hannover ist das Thema Klimaschutz nicht neu, aber um die ehrgeizigen und dringend zu erreichenden Ziele der Bundesregierung zu unterstützen, können wir noch einiges tun. Ich wünsche mir eine breite Beteiligung der Neustädter Bürgerinnen und Bürger sowie des Gewerbes und der Landwirtschaft an der Aufstellung des Aktionsprogramms", so Bürgermeister Uwe Sternbeck.
Klimaschutz zum Mitmachen
Für die erste Phase des Aktionsprogramms – die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs – wird rund ein Jahr angesetzt. Während dieser Zeit tagen unter anderem Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Während der öffentlichen Sitzungen werden konkrete Ideen für den Klimaschutz in Neustadt entwickelt, die entweder direkt oder von der Verwaltung umgesetzt werden oder die als politische Forderung in das Klimaschutzprogramm eingehen. Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur: „Klimaschutz wird vor Ort von den Bürgern und Betrieben gemacht. Wir entwickeln aus den Vorschlägen ein konkretes Maßnahmenprogramm, das bis zum Jahr 2020 und darüber hinaus reicht.“
Schwerpunkt Siedlungsentwicklung
Einen Schwerpunkt des Aktionsprogramms bildet in Neustadt das Thema Klimaschutz in der Siedlungsentwicklung. Hier wurde die Kommune als Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesbauministeriums ausgewählt. Im Zuge der Erarbeitungsphase soll diskutiert werden, wie eine klimagerechte Siedlungsentwicklung den Ursachen und den Folgen des Klimawandels begegnen kann. Dazu gehören Konzepte zur Nutzung erneuerbarer Energien oder die ressourcenschonende Entwicklung bestehender und neuer Siedlungsgebiete. „Zunächst werden wir die aktuelle Siedlungsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes bewerten. Danach werden gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Einwohnern Konzepte für besonders wichtige Themen erarbeitet“, so Kirsten Klehn und
Klaus Habermann-Nieße vom Institut für Wohnpolitik und Stadtökologie.
Jetzt mitmachen!
| Thema | Termine |
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1. Sitzung AG | Dienstag, 27.10., 18.30 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus |
| 1. Sitzung AG Wirtschaft | Dienstag, 17.11., 18.30 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus |
| 2. Sitzung AG Bauen & Modernisieren | Dienstag, 1.12., 18.30 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus |


