Fragen und Antworten zum Passivhaus
Fragen und Antworten zum Passivhaus
Beantwortet von proKlima-Ingenieurin Anke Unverzagt:
Darf ich im Passivhaus die Fenster zum Lüften öffnen?
Anke Unverzagt: Sie dürfen. Doch Sie müssen nicht! Die Komfortlüftungsanlage sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch. Dabei überträgt sie die Wärme der verbrauchten auf die Frischluft. So haben Sie immer angenehme Luft und ein gesundes Klima im Zimmer. Wie gewohnt können Sie auch beim Passivhaus bedenkenlos den sonnigen Sommermorgen durchs offene Fenster hineinlassen.
Was muss ich als Mieter in einem Passivhaus beachten?
Anke Unverzagt: Nichts außer, dass Sie einen höheren Wohnkomfort für geringe Heizkosten bekommen. Somit kann die Miete dann ruhig etwas höher als bei einem konventionellen Haus sein. Schließlich sparen Sie bei der so genannten zweiten Miete, den Nebenkosten.
Wieso werden Passivhäuser als Häuser der Zukunft bezeichnet?
Anke Unverzagt: Zum Beheizen ist nur wenig Energie nötig, das macht unabhängiger von tendenziell steigenden Energiepreisen und vermindert den Ausstoß des Klimagiftes CO2 sowie die Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas. Übrigens: Ein Passivhaus bietet nicht nur einen höheren Wohnkomfort, sondern ist auch wirtschaftlich. Es gibt bereits Passivhäuser, die nicht teurer sind als konventionelle Neubauten. In der Regel ist noch mit Mehrkosten von max. zehn Prozent zu rechnen. Dies wird abgefedert durch Fördergelder und die Jahr für Jahr eingesparten Energiekosten - bei weiteren zu erwartenden Preissteigerungen für Gas und Öl.
