Häufig gestellte Fragen
Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen
Geht wirklich so viel Wärme verloren?
Ist unsere Wand nicht schon dick genug?
Was hat Wärmedämmung mit Klimaschutz zu tun?
Kann ich mein Haus energetisch modernisieren trotz Denkmalschutz?
Wie kann ich die Mieter am besten einbeziehen?
Was hat Wohnkomfort mit energetischer Modernisierung zu tun?
Geht wirklich so viel Wärme verloren?
Ja. Die Wärme entweicht durch Fenster, Außenwände, Keller und Dachgeschossdecken. Das bleibt oft unbemerkt, weil die Bewohner einfach gegen den Wärmeverlust "anheizen". Um den Wohnkomfort zu erhalten, müssen die kalten Wände durch eine hohe Raumlufttemperatur ausgeglichen werden. Das kostet viel Energie. Bei den meisten Häusern, die vor 1977 gebaut wurden, könnte der Verbrauch um die Hälfte reduziert werden.
Thermografien machen den Wärmeverlust deutlich:
Fotos: Sunbeam/Greeenpeace
Dieses Gebäude ist nicht gedämmt. Es verliert sehr viel Wärme über die Außenwände. Die Wand nimmt die Heizwärme innen auf und leitet sie nach außen ab. Schlecht gedämmte Wände sind häufig die Ursache für ein unbehagliches Raumklima, Zugerscheinungen und eine hohe Heizkosten- rechnung. Hier sind Maßnahmen zur energetischen Modernisierung sinnvoll.
Den Erfolg einer fachgerechten nachträglichen Wärmedämmung zeigt das folgende Bild:
Fotos: Sunbeam/Greeenpeace
Dieses Gebäude ist deutlich kühler an der Außenwand als das vorherige. Das Raumklima innen ist behaglich. Weniger Heizenergie reicht aus, um das Gebäude warm zu halten, gleichzeitig steigen Wohnqualität und Behaglichkeit. Damit lässt sich Energie sparen.
Rechnet sich das?
Besonders wirtschaftlich ist eine energetische Modernisierung, wenn ohnehin Baumaßnahmen anstehen. Ein neuer Anstrich der Fassade oder ein Dachausbau sind günstige Gelegenheiten die Wärmedämmung zu verbessern. Langfristig können die eingesparten Heizkosten die energetische Modernisierung refinanzieren. In punkto Wohnqualität, Behaglichkeit und Immobilienwert macht man kurzfristig einen Gewinn! Vermieter können die Kosten zum Teil über die Kaltmiete verteilen und haben steuerliche Vorteile.
Ist unsere Wand nicht schon dick genug?
Dicke Wände sagen gar nichts darüber aus, wie gut ein Haus gedämmt ist. Entscheidend ist die Wärmedämmwirkung des Baustoffes Ihrer Wand. So manche dicke Wand (z.B. Vollziegelmauerwerk) leitet Wärme schnell nach außen.
Was hat Wärmedämmung mit Klimaschutz zu tun?
Knapp ein Drittel der gesamten Endenergie wird in privaten Haushalten verbraucht - davon entfallen etwa 75 % allein auf die Raumheizung. Durch die Verbrennung der fossilen Endenergieträger (wie Kohle, Heizöl oder Erdgas) entsteht Kohlendioxid (CO2), das zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt (Treibhauseffekt). Wenn Sie Heizenergie sparen (z.B. durch eine optimale Außenwanddämmung) oder Ihren Energieträger wechseln (z.B. von Strom auf Gas oder Solar), dann senken Sie damit den Ausstoß von CO2. Dadurch können Sie viel für die Umwelt und den Klimaschutz tun.
Kann ich mein Haus trotz Denkmalschutz energetisch modernisieren?
Denkmal- oder Ensembleschutz schließt Wärmedämmmaßnahmen keineswegs aus. Bestimmte Vorschriften müssen natürlich beachtet werden. Eine Abstimmung mit dem Denkmalschutz beziehungsweise mit der Bauaufsichtsbehörde ist in jedem Falle erforderlich. Beim Ensembleschutz (liegt vorwiegend vor) muss das äußere Erscheinungsbild gewahrt werden, ansonsten gibt es keine Einschränkungen.
Beim Denkmalschutz ist die Innendämmung zumeist zulässig, wenn keine schützenswerten Inneneinrichtungen beeinträchtigt werden. Verputzte Fassaden (Innenhöfe) dürfen meist von außen gedämmt werden. Auch denkmalgeschützte Gebäude haben meist eine nicht ornamentierte Rückseite, die mit einer Thermohaut überzogen werden kann. Bei ornamentierten Fassaden kann generell von innen gedämmt werden. Bei verputzten Fassaden mit Ornamenten ist eine Dämmung der Außenwand mit Thermohaut und nachgebildeten Ornamenten möglich. Die Dachform des Gebäudes muss bleiben. Eine Dämmung ist beim Dach oder bei der obersten Geschossdecke aber gut möglich. Die Art der Kellerdämmung ist in der Regel beliebig. Dämmung und Denkmalschutz schließen sich also nicht aus.
Wie kann ich die Mieter am besten einbeziehen?
Gehen Sie gezielt an das Thema energetische Modernisierung heran. Sprechen Sie mit Ihren Mietern. Stellen Sie die Vorteile der jeweiligen Maßnahme heraus, wie zum Beispiel mehr Wohnkomfort, besseres Raumklima, weniger Heizkosten, schönere Außenwirkung des Hauses. Bereiten Sie Ihre Mieter aber auch auf eine eventuelle Erhöhung der Kaltmiete vor.
Was hat Wohnkomfort mit energetischer Modernisierung zu tun?
Ein Dach über dem Kopf und Wände drum herum sind ein menschliches Grundbedürfnis. Das dient als Schutz vor der Umwelt, vor allem vor Feuchtigkeit und Kälte. Menschen brauchen Wärme. Wenn es im Raum warm ist, finden wir es behaglich und komfortabel.
Bei welcher Temperatur wir es behaglich finden, ist nicht nur von der Lufttemperatur abhängig. Gegen kalte Wände wird angeheizt. Energieverbrauch und Kosten steigen. Die Behaglichkeit nicht immer. Das Beste ist hier eine nachträgliche optimale Dämmung der Wände und Fenster.
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