Klimaschutz-Rahmenprogramm Region Hannover
Mehr als 250 Gäste kamen zu der Auftaktveranstaltung am 5. März 2008 in das Haus der Region Hannover. Regionspräsident Hauke Jagau (Foto) warb für eine breite Kooperationsinitiative für den Klimaschutz. Es folgten Arbeitsgruppen zu den Themen:
- Kernarbeitsgruppe
- AG Energiewirtschaft
- AG Kommunen
- AG Land- und Forstwirtschaft
- AG Mobilität
- AG „Regionstöchter“ und Gebäudemanagement
- AG Wirtschaft, v.a. Fachverbände
Bei der Abschlussveranstaltung zum Klimaschutzjahr 2008 Ende Dezember stellte Prof. Dr. Axel Priebs den Entwurf vor. neben der Selbstverpflichtung der Region sind darin auch Maßnahmen beschrieben, die Konzerntöchter der Region umsetzten. Dazu gehören etwa die üstra-Verkehrsbetriebe oder der Abfallentsorger aha.
Nach einem weiteren halben Jahr politischer Diskussion wurde das Klimaschutzrahmenprogramm am 16. Juni 2009 von der Regionsversammlung verabschiedet.
Das Klimaschutzrahmenprogramm ist Januar 2010 als Broschüre (Heft Nr. 117) in der Schriftenreihe
„Beiträge zur regionalen Entwicklung“ der Region Hannover erschienen. Die Broschüre kann hier als
pdf-Dokument (2,6 MB) heruntergeladen oder auf auf www.hannover.de, Stichwort: Broschüre, kostenlos bestellt werden.
Klimaschutz-Rahmenprogramm in Kürze
Die Region Hannover setzt sich zum Ziel, das von der Bundesregierung formulierte Ziel der 40%igen CO2-Reduktion bis zum Jahr 2020 auch in der Region Hannover zu erreichen. Sie leistet mit ihrem Klimaschutzrahmenprogramm einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung sowie zu langfristiger Versorgungssicherheit und einer nachhaltigen Entwicklung im gesamten Regionsgebiet.
Das Klimaschutzrahmenprogramm der Region Hannover ist an fünf Wirkungsdimensionen ausgerichtet:
- Die Region als Nachfrager von Produkten und Dienstleistungen
- Die hoheitlichen Aufgaben der Region wie bei der Regionalplanung
- Das Ausfüllen weiterer Tätigkeitsfelder wie Mobilität oder Wirtschaftsförderung
- Die Einflussnahme auf die Beteiligungsgesellschaften
- Die Vorbild- und Beratungsfunktion gegenüber Kommunen und Privaten
Mit 111 Programmpunkten in 21 Abschnitten werden Vorgaben gemacht, um die Kohlendioxidemission in der Region Hannover bis 2020 um 40% gegenüber dem Stand von 1990 abzusenken.
Erreichbar ist diese Minderungsvorgabe aber nur auf der Basis einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen Region, Städten und Gemeinden, weiteren, auch privaten Akteuren und insbesondere den Konzerntöchtern. Erst die Ausfüllung des von der Region zu setzenden Rahmens durch konkrete Aktionsprogramme der Städte und Gemeinden schafft die Voraussetzung für effektiven Klimaschutz.
CO2-Bilanz Region Hannover
Etwa 11,1 Tonnen (Mg/a) klimaschädigende Treibhausgase wurden umgerechnet auf jeden Einwohner im Jahr 2005 in der Region Hannover ausgestoßen. Hauptverursacher waren der Energiesektor mit 73 Prozent und der Verkehr mit 21 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die am 2. Juli offziell vorgestellte CO2-Bilanz der Region Hannover. Für den Berichtszeitraum wurden die Emissionen der sogenannten CO2-Äquivalente (neben Kohlendioxid vor allem Methan und Lachgas) für die Bereiche Energie, Verkehr, Abfallwirtschaft und Landwirtschaft erfasst. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert mit 11,4 Tonnen (Mg/a) geringfügig höher.


