Klimaschutz in Burgdorf

Burgdorf hat sich das Thema Klimaschutz schon lange auf die Fahne geschrieben: Die Stadt ist seit 1996 Mitglied im Klima-Bündnis und hat sich so bereits vor der Erstellung des Klimaschutz-Aktionsprogramms (KAP) für eine CO2-Reduktion eingesetzt.

Neben den Maßnahmen aus dem KAP hat die Stadt ein Klimaschutz-Teilkonzept für ihre kommunalen Liegenschaften erstellen lassen und setzt beim Austausch der noch vorhandenen und veralteten Quecksilber-Hochdruckdampflampen (HQL) der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten, die im Vergleich zu den vorherigen Lampen rund 75 Prozent Energie und damit auch Kosten und CO2 einsparen. Zudem hat Burgdorf gemeinsam mit seinen Bürgerinnen und Bürgern ein Radverkehrskonzept erarbeitet und ein Passivhausbaugebiet ist in der Umsetzung. Die Stromversorgung für die Straßenbeleuchtung und die kommunalen Liegenschaften erfolgt zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen.

Zusätzlich finden Umweltbildungsveranstaltungen in Schulen und Kindertagesstätten statt und es gibt verschiedene Beratungsaktionen für die Bürgerinnen und Bürger.

Bürgerengagement

Burgdorfs Einwohnerinnen und Einwohner unterstützen die Bemühungen der Stadt: So haben sich 2014 rund 355 „Pedalritter“ an der Aktion Stadtradeln beteiligt, die bereits zum zweiten Mal stattfand. Drei Wochen lang notierten alle ihre auf dem Rad zurückgelegten Kilometer und sicherten der Stadt damit Platz 11 im Bundesvergleich und drei Treppchenplätze im Regionsvergleich: Platz zwei in der Kategorie „Kilometer pro Einwohner“, Platz drei bei den „absolut geradelten Kilometern“ und die Politiker radelten in ihrer Kategorie auf Platz zwei. 2013 und 2014 nahm die Stadt auch am regionsweiten Klima-CO2NTEST teil und sicherte sich im ersten Jahr den ersten Platz in der Wertung Bioenergie. Auch 2015 war Burgdorf beim Klima-CO2NTEST dabei und errang in der Disziplin Bioenergie den ersten Platz.

Klimaschutz-Aktionsprogramm für Burgdorf

2050 will die Stadt Burgdorf Klimaneutralität erreicht haben. Mit einem CO2-Ausstoß von zwei Tonnen pro Jahr und Einwohner ist das Ziel klar definiert. Zum Vergleich: 2005 produzierte die Kommune pro Einwohner und Jahr 8,1 Tonnen CO2. Um das Ziel zu erreichen, hat die Kommune in den Jahren 2012 und 2013 gemeinsam mit ihren Einwohnerinnen und Einwohnern sowie der Klimaschutzagentur Region Hannover ein Klimaschutz-Aktionsprogramm (KAP) erarbeitet.

Hervorgegangen ist ein Maßnahmenplan, der Burgdorf in eine klimafreundliche und damit lebenswerte Zukunft führen soll. Schwerpunkte des KAP sind Energieeinsparungen in Privathaushalten und Unternehmen, der Ausbau regenerativer Energieträger, Hausmodernisierungen, Niedrigenergie- und Passivhausbauweise, klimaschonende Mobilität und Siedlungsentwicklung, Gebäudeleittechnik/Energiecontrolling in öffentlichen Gebäuden sowie die Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit.

Klimaschutz-Aktionsprogramm zum Download

Klimaschutzmanagement

Mit Beginn des Jahres 2015 wurde ein Klimaschutzmanager eingestellt. Zu seinem Aufgabenfeld gehören u. a. die Vorbereitung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen aus dem KAP, die fachliche und organisatorische Unterstützung der beteiligten Klimaschutzakteure sowie die Organisation und Durchführung von Beratungen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz.

Weitere Aufgabenschwerpunkte sind die Unterstützung der zuständigen Fachabteilung bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in städtischen Liegenschaften (Klimaschutz-Teilkonzept), die Erstellung eines jährlichen Klimaschutzberichtes mit CO2-Bilanz sowie der Aufbau und die Fortschreibung eines Controlling-Konzepts.