Klimaschutz in Garbsen

Klima- und Umweltschutz werden in Garbsen schon lange groß geschrieben: Bereits 1992 trat die Stadt dem Klima-Bündnis bei und setzte sich so zum Ziel, die CO2-Bilanz deutlich zu senken.

Von 2012 bis 2014 wurden in Garbsen jährlich finanzielle Mittel in Höhe von 50.000 Euro für die Umsetzung eines gemeinsamen Klimafonds Altbau von Stadt und Stadtwerken bereit gestellt. Damit konnten zeitnah klimaschutzrelevante Maßnahmen, anlehnend an die Richtlinien vom enercity-Fonds proKlima umgesetzt und gefördert werden. Außerdem stand das Konzept Soziale Stadt Auf der Horst und stehen die energetische Sanierung und das Integrierte Quartierskonzept Berenbostel-Kronsberg oben auf der Agenda.

Städtische Gebäude und Einrichtungen werden nach und nach auf Ökostromversorgung umgestellt. Alle öffentlichen Gebäude werden einem monatlichem Controlling unterzogen. Die Straßenbeleuchtung wird in den nächsten Jahren mit LED-Technik für mehr als drei Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht. Mit der zügigen Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie Stufe 1 und 2, nächtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie der Förderung des Radverkehrs im Rahmen des Masterplans Mobilität 2030 wird dem Klimaschutz in Garbsen höchste Priorität beigemessen.

Besonderes Klimaschutz-Merkmal in der Stadt ist das Rathaus Garbsen, einst gemeinsam mit der Kraft-Wärme-Kopplung anerkanntes Projekt zur Weltausstellung EXPO 2000. Die Niedrigenergiebauweise, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, Erdwärmetauscher in der Rathaushalle und die Regenwassernutzung  zur Toilettenspülung zeugen von klimabewussten Hausherren. Eine Elektrozapfsäule für E-Mobile sorgt vor dem Rathaus dafür, dass die Anschaffung von drei elektro-betriebenen, emissionsfreien VW-e-ups rundum mit Sonnen-Strom versorgt werden können. Die e-ups wurden Kommunen im Rahmen eines durch die Bundesregierung geförderten Gemeinschafts-projektes der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg zur Verfügung gestellt.

Bürgerengagement

Die Garbsener Umwelttage bieten mit ihren vielfältigen Aktionen wie Wettbewerben, Haushaltsberatungen, Flyer oder Rallyes zum Mitmachen für alle Altersklassen ein breites Spektrum zur Beteiligung. Dabei stehen die Förderung des Umweltbewusstseins und die Umwelterziehung im Mittelpunkt.

Sichtbar für jedermann: Garbsens Bürgersolaranlagen auf öffentlichen Gebäuden – und: ein hervorragend vernetztes Grünsystem – Garbsens grüne Lunge. In der Kinderakademie „plant for the planet“ wurden 100 Kinder zu Klimaschützern ausgebildet und 100 Bäume für ein besseres Klima gepflanzt.

2013, 2014 und 2015 beteiligte sich die Stadt am regionsweiten Wettbewerb Klima-CO2NTEST. In der ersten Saison kam Garbsen in der Disziplin Solarenergie auf den dritten Platz, 2014 gab es mit Windenergie, KWK und Bioenergie gleich drei dritte Plätze für die Stadt.