Photovoltaik

Von der Sonne erhalten wir Energie in Form von Licht und Wärme. Sonnenlicht ist die sichtbare Strahlung, während die Wärmestrahlung unsichtbar bleibt. Sonnenlicht lässt sich mit Hilfe der Photovoltaik (PV) direkt in elektrischen Strom umwandeln. In diesem Begriff verbinden sich das griechische Wort für (Sonnen-)Licht, phos, und Volt, die Maßeinheit für elektrische Spannung.

So funktioniert eine photovoltaische Solaranlage

(c) Wagner-solar.com

Die Solarzellen, in PV-Modulen verschaltet, sind die Hauptbestandteile in einem PV-Generator. Sie bestehen meist aus Siliziumscheiben, die gezielt verunreinigt werden, um eine negativ und eine positiv leitende Schicht zu erhalten. Fällt Licht auf die Solarzelle, entsteht zwischen den Schichten ein elektrisches Feld, aus dem Gleichstrom abgezapft wird. Der Gleichstrom wird zum Wechselrichter geführt, der den Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom umwandelt. Die ins öffentliche Netz eingespeiste Strommenge wird vom Einspeisezähler erfasst, während der Verbrauchszähler weiterhin den Strom, der aus dem öffentlichen Netz bezogen wird, erfasst.

Lohnt sich PV?

Solare Stromerzeugung kann weiterhin interessant für Unternehmen und private Hausbesitzer sein: War lange Zeit die Produktion von Solarstrom vor allem durch die Einspeisungvergütung nach dem Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) ein gutes Geschäft, so gewinnt nach der Gesetzesnovelle die Eigennutzung des Solarstroms an Bedeutung. Dank der technischen Weiterentwicklung und dem Wettbewerb sind zudem die Anlagenpreise deutlich gesunken. Vor allem wer tagsüber viel Strom verbraucht, kann mit der Eigenproduktion günstiger fahren als beim Versorger.

Was dafür spricht:

  • PV nutzt das unerschöpfliche Energieangebot der Sonne
  • PV ermöglicht eine größere Unabhängigkeit von Stromversorgern
  • PV-Anlagen sind wartungsarm, technisch ausgereift und haben eine lange Lebensdauer
  • PV-Anlagen steigern den Wert Ihrer Immobilie

Vorraussetzungen

Viel Licht und möglichst kein Schatten durch Bäume oder Nachbarhäuser sind die Grundvoraussetzungen für die Aufstellung einer PV-Anlage. Optimal ist eine nach Süden zeigende Fläche mit einer Neigung von ca. 30°. Die Ausrichtung nach Südwest bzw. Südost oder eine Neigung zwischen 20° und 50° schmälert die Energieausbeute aber nicht wesentlich. Neben der Installation auf dem Dach ist auch die Integration in die Dachdeckung oder Fassade möglich.

Beratung

Um im Einzelfall zu prüfen, ob eine Solaranlage interessant ist, empfiehlt es sich, eine unabhängige Solarberatung durch einen Experten zu nutzen. Dabei werden sowohl die Möglichkeiten für die solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung als auch für die solare Stromerzeugung untersucht. Dafür gibt es in der Region Hannover die kostenlosen Angebote:

Solar-Checks für private Hausbesitzer (Termine: Tel. 0511 22 00 22 88)

Solar-Checks für Unternehmen (Termine: Tel. 0511 22 00 22 84).

Stromspeicher für den Hausgebrauch

Die aktuellen Regelungen des EEG machen den Eigenverbrauch des selbstproduzierten Stroms interessant. Doch nicht jeder kann den Strom immer genau dann verbrauchen, wenn die Sonne scheint.

Um Sonnenstrom zu speichern gibt es neue Systeme auf dem Markt, die intelligente Regeltechnik mit einer Batterie verbinden. Damit können Haushalte und Unternehmen ihren Eigenverbrauch deutlich steigern und noch unabhängiger von steigenden Strompreisen werden. Einige Anlagen können auch als automatische Notstromversorgung fungieren.

Tipp: Kurzer Erklärfilm vom BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e.V..

 

 

 

Weitere Informationen

Bundesverband Solarwirtschaft e.V. www.solarwirtschaft.de

Agentur für Erneuerbare Energien e.V. www.unendlich-viel-energie.de

Klimaschutzinformationen des Umweltbundesamtes: www.klimaschuetzen.de