Stromspar-Check Kommunal

Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, den treffen die hohen Energiepreise besonders stark. In der Region Hannover gibt es daher ein spezielles Angebot für Menschen, die Transferleistungen bekommen: den Stromspar-Check Kommunal. Die kostenlosen Energieberatungen sind ausschließlich für Haushalte, die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder Wohngeld bekommen, bzw. deren Einkommen unterhalb des Pfändungsfreibetrages liegt.

Unterstützer, Initiatoren und Koordinatoren des Projektes Stromspar-Check PLUS in der Region Hannover trafen sich beim Fachtag 2013 (v.li.): Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover, Dirk von der Osten, AWO Region Hannover, Marlene Potthoff vom Deutschen Caritas Verband, Eva Marx, Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen, Matthias Miersch, SPD-Bundestagsabgeordneter, und Udo Sahling von der Klimaschutzagentur Region Hannover.

Wer sich anmeldet, den besuchen zum vereinbarten Termin zwei Stromsparhelfer – übrigens speziell geschulte Langzeitarbeitslose. Die Experten nehmen den Energieverbrauch des Haushalts genau unter die Lupe und spüren überflüssige Stand-by-Verbräuche auf. Darüber hinaus geben sie individuelle Tipps und Hinweise, an welchen Stellen mit einfachen Mitteln oder Verhaltensänderungen Energie und auch Wasser eingespart werden kann. So sind am Jahresende zusätzlich schnell bis zu 100 Euro und mehr in der Haushaltskasse. Außerdem haben die Stromsparhelfer kleine „Soforthilfen“ wie schaltbare Steckdosen, energiesparende Beleuchtungsmittel und Durchlaufbegrenzer für Wasserhähne dabei, die sie bei Bedarf installieren (im Wert von 70 Euro). Die Beratungen werden aktuell in zehn verschiedenen Sprachen angeboten.

Das Projekt wird in der Region Hannover koordiniert von der AWO Region Hannover e.V. und der Klimaschutzagentur Region Hannover. Wer sich anmelden möchte, ruft bei der AWO unter der Tel. (0511) 219 78 169 an oder schreibt eine E-Mail an stromsparenspamfilter@awo-hannoverspamfilter.de.

Der Stromspar-Check Kommunal ist ein bundesweites Projekt, das an insgesamt mehr als 170 Standorten in ganz Deutschland angeboten wird. Die Region Hannover ist seit Anfang 2010 dabei. Seitdem sind die Stromsparhelfer unermüdlich im Einsatz. Sogar so oft, dass die Region Hannover inszwischen einer der erfolgreichsten Projektstandorte im Bundesvergleich ist.

Angeschoben wurde die Beratungsaktion durch eine Finanzierung des Bundesumweltministeriums. Seit 2011 wird das Projekt maßgeblich von der Region Hannover und dem enercity-Fonds proKlima unterstützt. Außerdem fördert auch das Jobcenter Region Hannover das Projekt, denn die Stromsparhelfer sind geschulte Langzeitarbeitslose aus einer Arbeitsmarktförderungsmaßnahme. Seit April 2014 unterstützt die Landeshauptstadt Hannover das Projekt durch Mitfinanzierung der Stromsparhelfer.

Ziel des Projektes ist neben der Unterstützung der Transferleistungsempfänger auch die Umsetzung der Klimaschutzziele der Region, denn mit jeder Kilowattstunde, die die Haushalte einsparen, gelangt auch weniger CO2 in die Umwelt. Laut dem Klimaschutzrahmenprogramm soll bis zum Jahr 2020 der CO2-Ausstoß regionsweit um 40 Prozent reduziert werden. Um das zu erreichen, müssen die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz auch in die privaten Haushalte getragen werden.

Weitere Infos: www.stromsparcheck-hannover.de und www.stromspar-check.de.

Infomaterial

Den Flyer zum Stromspar-Check Kommunal in der Region Hannover und weiteres Infomaterial zum Thema Stromsparen können Sie hier herunterladen.

Der Stromspar-Check Kommunal ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes e.V. und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD).

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