Mehr Licht und dabei sparen

Die Beleuchtung macht etwa zehn Prozent des Stromverbrauches eines Haushaltes aus (Abb. rechts). Davon können bis zu 80 Prozent eingespart werden, wenn beispielsweise alte Glühbirnen gegen hocheffiziente LED ausgetauscht werden.

Glühlampen haben zwar eine sehr geringe Leistungsaufnahme, doch was zählt sind Leistung und Nutzungszeit. Und die Nutzungszeit einer Lampe ist im Schnitt besonders hoch. Eine normale Glühbirne wandelt bis zu 95 Prozent der elektrischen Energie in Wärme um. Nur fünf bis zehn Prozent des eingesetzten Stroms werden zu Licht.

Deutlich höhere Lichtausbeuten haben Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen. So leuchtet beispielsweise eine Elf-Watt-Energiesparlampe so hell wie eine Glühlampe mit 60 Watt Leistung. Der Verbrauch ist aber um rund 80 Prozent geringer! Energiesparlampen halten zudem rund achtmal länger als herkömmliche Glühbirnen. So sparen sie - trotz der höheren Anschaffungskosten - bares Geld. LEDs halten länger und sind damit noch sparsamer (Abb. rechts).

Welche Lichtfarbe ist die Richtige?

Die Farbtemperatur (Lichtfarbe) wird in Kelvin (K) gemessen. Sie kann von 2500 K (extra-warmweiß) bis 6500 K (tageslichtweiß) reichen. Je höher der Kelvin-Wert, desto „kälter“ ist also das Licht. Die Lichtfarbe sollte auf der Verpackung angegeben sein:

  • warmweiß = 2.700 K
  • kaltweiß 4.000 K
  • tageslichtweiß 6.500 K

Für Wohnräume eignet sich "extra-warmweiß" (2.500 K) oder warmweiß (2700 K), "tageslichtweiß" (6.500 K) ist für Werkstätten und Keller das richtige.

Lichtstrom hat nichts mit Lichtgeschwindigkeit zu tun

Lichtstrom wird in der Einheit Lumen (lm) angegeben und ist ein Maß für die Lichtstärke der Lampe. Je mehr Lumen pro Watt Lampen-Leistung, desto stromsparender ist die Lampe. Eine 60-Watt-Glühlampe gibt z.B. eine Helligkeit von 700 Lumen ab. Das gleiche erreicht eine Energiesparlampe mit elf Watt und eine LED mit neun bis 12 Watt.

Hell und sparsam

  • Einfach und effektiv: Wenn kein Licht benötigt wird, ausschalten!
  • Alte Glühbirnen durch energiesparende Alternativen zu ersetzen.
  • Häufiges Ein- und Ausschalten ist bei Markenfabrikaten von LED und Energiesparlampen kein Problem. Stiftung Warentest empfiehlt allerdings: Zwischen Aus- und Einschalten zwei Minuten warten. Bei Lampen, die besonders oft an- und ausgeschaltet werden, ist eine Vorheizfunktion empfehlenswert ("hohe Schaltfestigkeit").
  • Wer seine Leuchten und Lampen ab und zu reinigt und von Staub befreit, stellt die volle Helligkeit wieder her.
  • Deckenfluter (indirekte Grundbeleuchtung) benötigen viel Strom. Hier sollten effizientere Alternativen und Lampen verwendet werden

Tipps und Tricks zum Neukauf von Beleuchtungsmitteln

  • Achten Sie auf das EU-Label (Abb. rechts): Gute Energiesparlampen haben immer Klasse A. Glühlampen gehören bestenfalls zur Klasse D, manchmal auch nur zu E oder F. Halogenlampen gibt es nur in den Klassen C bis E.
  • Verwenden Sie in allen häufig genutzten Leuchten Energiesparlampen oder LEDs.
  • Brennt eine Lampe länger als eine Stunde pro Tag, empfiehlt sich eine Energieeffizienzklasse A oder besser. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich je nach Brenndauer bereits nach einem Jahr.
  • Nehmen Sie zum Lampenkauf die alte Lampe zum Vergleich mit. So vermeiden Sie Fehlkäufe!
  • Wenn Sie Halogenlampen im Einsatz haben, tauschen Sie diese wenn möglich gegen die effizienteren Eco-Halogenlampen aus.

Entsorgung von Energiesparlampen und Co.

Kaputte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll: Sie enthalten geringe Mengen Quecksilber und können bei Wertstoffhöfen, im Elektrohandel oder in Baumärkten abgegeben werden. Das gleiche gilt für LEDs, auch sie enthalten wertvolle Rohstoffe und sollten bei Elektromärkten oder Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Wenn eine Energiesparlampe zerbricht, öffnen Sie für ca. 30 Minuten das Fenster. Kehren Sie die Bruchstücke mit einem Blatt Papier auf. Tragen Sie dabei Handschuhe. Packen Sie alle Bruchstücke zum Beispiel in ein Einmachglas und bringen es zum Wertstoffhof. Benutzen Sie keinen Staubsauger, damit das Quecksilber nicht in der Raumluft verteilt wird.