Schön kühl, schön teuer: Raumklimageräte

Die Sommer werden immer heißer und Temperaturen ab 30°C in der Wohnung sind weder angenehm noch gesund. Daher greifen immer mehr Menschen zu Raumklimageräten. Die können aber schnell den größten Stromverbrauchsanteil ausmachen (s. Abb. rechts). Raumklimageräte gehen nur gegen die Hitze an, beseitigen aber nicht deren Ursachen. Dazu gehören schlechte Dämmungen, große Dachfenster und Südverglasungen ohne Beschattung. Daher vor dem Kauf überlegen, wie durch andere Maßnahmen ein angenehmes Klima geschaffen werden kann.

Beispielrechnung: Ein Raumklimagerät im Monoblockgehäuse (mobil) kann in einem Jahr ca. 140 Euro Stromkosten verursachen. Dabei gelten folgende Annahmen: Kühlleistung von 2,4 kW, Leistungsaufnahme: 1.000 Watt, EU-Energie-Label: Klasse B, 500 Stunden/Jahr Vollbetrieb, Strompreis: 28 ct/kWh.

Tipps und Tricks

  • Generell gilt: Verzichten Sie so gut es geht auf die Klimageräte.
  • Bringen Sie außen liegende Jalousien an.
  • Ziehen Sie versteckten Wärmequellen den Stecker. Dazu zählen z.B. ungenutzte Kaffeemaschinen, Netzteile und alle Geräte im Stand-by-Betrieb.
  • Spenden Sie Schatten: Verschatten Sie tagsüber von der Sonne beschienene Fenster durch Rollläden, Jalousien oder Fensterläden. In den heißen Stunden über Mittag die Fenster schließen, damit keine heiße Luft in die Räume strömen kann.
  • Lüften Sie in den kühlen Stunden: Morgens und nachts durch offene Fenster kräftig querlüften und dafür sorgen, dass die warme Luft nach draußen strömt.
  • Ventilatoren sind besser als Raumklimageräte und sorgen als Stand- oder Deckenventilatoren für Erfrischung. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als ein Raumklimagerät.

Tipps zum Neukauf von Raumklimageräten

  • Es gibt zwei Varianten von Raumklimageräten:
    • Zweiteilige Splitgeräte: Sie arbeiten wie ein aufgeteilter Kühlschrank. Die kühlende Fläche klimatisiert im Innenbereich des Raums. Die wärmeableitende Fläche ist in einem Außengerät, das auf dem Balkon oder der Außenfassade installiert ist.
    • Einteilige Monoblockgeräte (mobil): Kühlende und wärmende Flächen sind in einem Gehäuse untergebracht. Die Wärme wird über einen Schlauch nach draußen transportiert (z.B. gekipptes Fenster).
  • Wählen Sie beim Neukauf Geräte mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse! Diese finden Sie auf dem EU-Energie-Label (s. Abb. rechts). Die Mehrkosten bei der Anschaffung rechnen sich nach wenigen Jahren durch die eingesparten Stromkosten.
  • Ein Gerät der Klasse A verbraucht gegenüber einem Gerät, das gerade noch Klasse C erreicht, je nach Gerätetyp etwa 11 bis 15 Prozent weniger Energie.  Beim Kauf eines Raumklimagerätes sollte die Wahl daher immer auf die Energieeffizienzklasse A fallen.