Stromsparen im Heizungskeller

Warmwasser - laufend sparen

Etwa 20 Prozent aller Haushalte verwenden zur Warmwasserbereitung Strom und setzen dazu elektrisch beheizte Speicher oder elektrische Durchlauferhitzer ein. In diesem Fall ist der Stromverbrauchsanteil für Warmwasser mit ca. 30 Prozent der mit Abstand größte im Haushalt (Abb. rechts).

2012 verbrauchte jeder Bewohner Deutschlands durchschnittlich 122 Liter Wasser am Tag. Davon nur fünf Liter zum Essen und Trinken, aber 43 Liter für Baden, Duschen und Körperpflege (s. Abb. rechts). Wer bei diesem vorwiegend erwärmten Wasser spart, spart auch viel Strom und Geld. Aber auch in vielen anderen Bereichen wird zum Teil erwärmtes Wasser eingesetzt, etwa bei Geschirrspül- oder Waschmaschine.

Tipps und Tricks

  • Schalten Sie kleine Wasserspeicher (ca. fünf bis zehn Liter) ab, wenn kein Bedarf besteht (z.B. nachts). Sie können diese auch mittels einer Zeitschaltuhr regeln. Größere Speicher nur während längerer Abwesenheit (z.B. Urlaub) ausschalten.
  • Bei Durchlauferhitzern unterscheidet man zwischen hydraulischen und elektronischen Geräten. Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer ermöglichen eine exakte Temperaturvorwahl für die Warmwasserbereitstellung. Hier kann die Wassertemperatur zwischen 30 und 60°C vorgewählt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Geräten sind sie energieeffizienter und komfortabler in der Anwendung. Dies spart bis zu 30 Prozent Strom.
  • Wenn es geht, tauschen Sie Ihre alten Speicher oder hydraulischen Durchlauferhitzer durch elektronisch geregelte Durchlauferhitzer aus. Fragen Sie dazu Ihren Elektro-Fachmann.
  • Bei Durchlauferhitzern die tatsächlich benötigte Temperatur einstellen. So entfällt ein Zumischen von Kaltwasser. Damit vermeiden Sie unnötigen Strom- und Wasserverbrauch.
  • Nutzen Sie, wenn an Ihrem Gerät vorhanden, die Energiesparfunktion.
  • Lassen Sie das Wasser nicht unnötig laufen (z.B. beim Zähneputzen). Auch Geschirr nicht unter fließendem Wasser spülen.
  • Wenn möglich bei der Toilette nur kurz spülen. Dafür haben die meisten Spülkästen eine Wasserstopp-Taste.
  • Duschen statt Baden. Das braucht nur ca. ein Drittel des Wassers und der Energie (s. Abb. rechts).
  • Beim Einseifen unter der Dusche das Wasser ausdrehen.
  • Verwenden Sie Spararmaturen. Das sind Wasserhähne und Duschköpfe mit Durchflussbegrenzer, Spezialdüsen oder Luftzumischung. Dies senkt den Wasser- und Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent.
  • Tropfende Hähne sofort reparieren. Nur zehn Tropfen pro Minute ergeben monatlich ca. 170 Liter verschwendetes Wasser.
  • Ein undichter WC-Kasten kann bis zu 500 Liter Wasser pro Tag verschwenden. Eine Reparatur des Spülkastens rechnet sich schnell.

Heimlicher Stromfresser im Keller: Die Heizungspumpe

Heizungspumpen sorgen für den Kreislauf des Heizungswassers in Haus und Wohnung: Vom Kessel zu den Heizkörpern und dort abgekühlt wieder zurück zum Kessel. Dies geschieht das ganze Jahr über. Daher gehört die Heizungspumpe wie der Kühlschrank zu den Dauerläufern im Haushalt. Aber: Da sie oft unscheinbar im Keller hängt, wird sie nicht wahrgenommen und der Stromverbrauch ist meistens nicht bekannt. Dieser kann vor allem bei älteren Modellen enorm hoch sein.

Tipps und Tricks

  • Ältere Pumpen sind meistens ein bis zwei Stufen zu hoch eingestellt. Stellen Sie die Pumpe auf die niedrigst-mögliche Stellung ein, bei der die Wohnung noch warm wird.
  • Pumpe in der warmen Jahreszeit ausschalten und nur ca. einmal pro Monat kurz einschalten, um ein "Festfressen" zu vermeiden.
  • Der hydraulische Abgleich der Heizanlage sorgt dafür, dass nur die tatsächlich benötigte Wassermenge in die zu beheizenden Räume transportiert wird. Dies verringert die Arbeit der Pumpe und spart dadurch Strom. Fragen Sie Ihren Heizungsfachmann.

Tipps zum Neukauf von Heizungspumpen

  • Heizungspumpen sind langlebig. Ein Austausch lohnt sich auch bei noch funktionierenden Alt-Pumpen (s. Abb. rechts).
  • Bei Neukauf eines Heizkessels ist die Heizungspumpe oft integriert. Fragen Sie daher vorab nach dem Energie-Effizienz-Index.
  • Seit Januar 2013 ist das Energielabel bei Heizungspumpen durch einen Energie-Effizienz-Index (EEI) ersetzt worden. Der gilt jetzt als zentrale Orientierungsgröße beim Stromverbrauch und darf maximal 0,23 betragen. Ist er kleiner als 0,20 ist die Pumpe besonders effizient.