Bildung | 05.07.2022

Junge Vorbilder für große Zukunftsaufgaben

Baldur kommt zum Abschluss der Stromspar-Aktion in der Kita Wehmingen

Voll dabei mit Baldurs Energieexperimenten: Kinder der Kita Wehmingen mit Sehndes Klimaschutzmanagerin Kristina Haack und Avacon-Kommunalreferent Ralf Baumgarten. Foto: Klimaschutzagentur Region Hannover

Ausgezeichnet im Energiesparen: Energiezauberer Baldur und Umweltpädagoge Nicholas Kaye überreichen Urkunden an die jungen Teilnehmenden. Foto: Klimaschutzagentur Region Hannover

Wenn die Großen in der aktuellen Energiekrise um jede Kilowattstunde ringen, sind die Jungen und Mädchen in der Kita Wehmingen in Sehnde schon ganz weit vorn. Das haben sie mit Energiezauberer Baldur bewiesen. Bei seinem Besuch testeten sie in spannenden Experimenten, welche Kraft in den Elementen Wind, Wasser und Feuer steckt. Es war die letzte Etappe der Aktion Stromsparen in Kitas von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover in Wehmingen. Den Auftakt machte ein Energierundgang mit einem Energieberater im Auftrag der Klimaschutzagentur und mit Unterstützung ihrer Gesellschafterin Avacon.

Die Bilanz: Auf das Ergebnis können Kita-Leiterin Kerstin Seidel und Sehndes Klimaschutzmanagerin Kristina Haack stolz sein: „Im Bereich Standby-Vermeidung verhält sich die Kita vorbildlich“, zitiert Christiane Dietrich von der Klimaschutzagentur aus dem Bericht des Energieberaters. Verbesserungspotenzial gebe es im Bereich Beleuchtung und Heizung, die allerdings nur mit geringen Investitionen verbunden sind. Und auch der Bereich Warmwasser ist bereits gut eingestellt. „Hier ist die Kita mit dem Durchlauf von fünf Litern pro Minute durch die Wasserhähne vorbildlich“, schildert sie.

Weitere Tipps: Und es geht noch mehr. So gab der Energieberater Handlungsempfehlungen, um den Verbrauch weiter zu optimieren:

  • Quer- und Stoßlüften statt Kipplüften
  • Verbrauch des Kühlschranks messen und mit Labelangabe vergleichen
  • Spülmaschine ohne ‚Zeitsparen‘ oder ‚kurz‘-Zusatzfunktion betreiben
  • Möglichst einheitliche Lichtfarbe bei den Leuchtstoffröhren verbauen
  • Wenn möglich auf LED-Röhren umstellen
  • In der „Villa Kunterbunt“ die Leuchtmittel prüfen lassen
  • Hausmeister bei zu hohen und niedrigen Raumtemperaturen informieren

„An den Empfehlungen lasst sich bereits ablesen, auf welch hohem Energiespar-Niveau die Kita schon ist“, sagt Ralf Baumgarten, Kommunalreferent von Avacon. „Die Stadt Sehnde leistet hier einen wichtigen Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz.“

Für Sehndes Klimaschutzmanagerin Kristina Haack ist der Energiebericht auch eine Bestätigung, dass die Stadt hier auf dem richtigen Weg ist. „Beim Umgang mit Energie wollen wir in unseren Einrichtungen Vorbild sein, gerade in Kitas können wir das schon den Jüngsten vermitteln.“ Und Kita-Leiterin Kerstin Seidel bestätigt, wie gut ihre Schützlinge das annehmen. „Unsere Kindern lernen, mit dem kostenbaren Schatz Energie gut umzugehen – und das macht sogar Spaß. Vor allem natürlich mit dem Energiezauberer Baldur.“

So geht es weiter: Der Energiebericht liegt nun der Stadt Sehnde und der Kita vor. Bereits 2023 möchte die Kita den Austausch der Leuchtmittel angehen. Weitere Handlungsempfehlungen werden mit dem Liegenschaftsmanagement und der Klimaschutzmanagerin besprochen. Natürlich wollen alle weiter emsig Energie sparen.

Hintergrund: „Stromsparen für Kitas“ ist eine Aktion der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover, finanziert von ihrer Gesellschafterin Avacon AG. Damit wird das Klimaschutzengagement der Stadt Sehnde unterstützt, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Sehnde nimmt mit insgesamt sechs Kitas teil.

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