Akteure & Partner | 19.07.2022

Energiewende beherzt umsetzen

Delegation aus der Region Hannover zu Klimaschutzgesprächen in Berlin

Foto: Deutscher Bundestag

Bei den 6. Berliner Klimaschutzgesprächen wurden jetzt von einer Delegation aus der Region Hannover mit Fachleuten aus den Ministerien und Verbänden sowie Bundestagsabgeordneten Themen rund um Klimaschutz und die Energiewende erörtert. Nach Berlin eingeladen hatten die Klimaschutzagentur Region Hannover und deren Förderverein ihre Gremien und Mitglieder aus der Wirtschaft sowie Vertreter:innen aus der regionalen Politik.

Im Themenschwerpunkt I wurde wichtiger Klärungsbedarf rund um die Windenergienutzung mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch sowie mit Dr. Ingrid Nestle angesprochen. Teilnehmende an den Gesprächen im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages waren u. a. die Politik aus Region und Stadt Hannover sowie Vertreter der Gesellschafter der Klimaschutzagentur Avacon, e.coJoule und Juwi. In den Diskussionsrunden wurde deutlich, dass zwar weiterhin strittige Themen offen sind, aber die Ampelkoalition es ernst meint mit dem Klimaschutz und etwas bewegen will. Der Ausbau der Windenergienutzung ist dabei von überragendem öffentlichen Interesse.

Im Themenschwerpunkt II ging es um die Energieeffizienz im Gebäudebestand und im Neubau und den Sachstand bei den KfW-Förderungen. Als Gesprächspartner standen u. a. Timon Gremmels als zuständiger Berichterstatter der Ampelkoalition zur Verfügung sowie Christian Stolte, Bereichsleiter klimaneutrale Gebäude bei der Deutschen Energieagentur (dena). Besonders im Dialog mit Fehn Krestas vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen machten die Akteure aus der Region Hannover deutlich, wo der größte Handlungsbedarf besteht und welche Erwartungen sie an die Politik haben.

Ein weiterer Themenschwerpunkt stand ganz im Zeichen der nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. Die Bundestagsabgeordneten Swantje Michaelsen, Adis Ahmetovic und Sven-Christian Kindler berichteten von Kernthemen ihrer Arbeit und wichtigsten Vorhaben der Ampelkoalition. Kindler schilderte eindrücklich die haushaltspolitischen Optionen. Zum Abschluss gab Conrad Hammer von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur einen Einblick in seine Arbeit und die Herausforderungen als Leiter der Bund-Länder-Kommunen-Koordinierung.

In allen Gesprächen und Schwerpunkten machte die Delegation aus der Region Hannover deutlich, dass die Transformation bei Vollbeschäftigung auch Strategien gegen den Fachkräftemangel in der Klimawirtschaft erfordert. Zudem wurde der Wunsch nach einer Verlässlichkeit bei der Förderung platziert. Im Gegenzug wurde aus der Bundespolitik sichtbar, dass eine beherzte Klimapolitik nicht in allen Details von allen Koalitionspartnern gestützt wird.

Die 2-tägigen Gespräche wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Büro von Dr. Matthias Miersch organisiert und boten zudem viel Gelegenheit zum Netzwerken und Austausch unter den Teilnehmenden aus der Region Hannover. Alle waren sich einig: Gelegenheiten zum persönlichen Kennenlernen, Aussprachen und Kontaktaufnahmen sind außerordentlich wertvoll und sollten regelmäßig angeboten werden.

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