WindenergieWindenergie | 17.09.2013

1.500 Besucher beim 15. WindFest in der Region Hannover

Schon von Weitem sichtbar war am vergangenen Sonntag die WindStadt im Windpark Pattensen/Hiddestorf: Weiße Zelte und riesengroße bunte Drachen leuchteten in der Sonne mit den Windrädern um die Wette. Das 15. WindFest in der Region Hannover zog bei tollem Spätsommerwetter rund 1.500 Besucher an, die sich am Fuße der 100 Meter großen Windenergieanlage trafen.

Organisiert wurde das Familienfest von der Klimaschutzagentur Region Hannover in Zusammenarbeit der der Windwärts Energie GmbH.
Für die Besucher gab es ein abwechslungsreiches Programm. Wer wollte, konnte einmal einen Blick ins Innere des Turms zu werfen, sich an verschiedenen Infoständen beraten lassen, oder das kulinarische Angebot der örtlichen Vereine genießen. Auch den kleinen Gästen wurde viel geboten: Spiel und Spaß mit Hüpfburg, Glücksrad, Windbeutelwettessen, Drachenbasteln und weitere Aktionen standen auf dem Programm.
Im Festzelt wurde Musikalisches, aber auch Informatives geboten. Neben einem gut besuchten Gottesdienst am Morgen gab es unter anderem zwei Talkrunden. So diskutierten die Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch (SPD) und Dr. Maria Flachsbarth (CDU), mit den Bundestagskandidaten Abdulselam Dogan (Grüne) und Agnes Hasenjäger (Die Linke) sowie Lothar Schulze, Geschäftsführer der Firma Windwärts ihre unterschiedlichen Positionen, wie die ins Stocken geratene Energiewende doch noch voran getrieben werden kann. Um Klimaschutz in der Region Hannover und in den einzelnen Kommunen ging es in der anschließenden zweiten Talkrunde mit dem Umweltdezernenten der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, den Bürgermeistern Günther Griebe (Pattensen) und Jürgen
Grambeck, (stv. Bürgermeister Hemmingen) sowie Lothar Schulze und dem Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, Udo Sahling.
Zum ersten Mal gab es beim WindFest eine kleine "E-Mobilitätsmeile". Zahlreiche Besucher nutzen die Möglichkeit, elektrisch-angetriebene Fahrzeuge wie einen Twizzy, einen Renault Kangoo oder auch elektrisch-unterstützte Pedelecs Probe zu fahren und sich zu informieren.
Ein weiterer Höhepunkt war die Taufe des Windrades auf den Namen "Auf den hohen Eichen" durch den Umweltdezernenten der Region, Prof. Priebs.

Insgesamt haben die vier von Windwärts errichteten Windenergieanlagen am Standort Pattensen/Hiddestorf eine Gesamtleistung von 9,2 Megawatt, erzeugen jährlich 11,5 Millionen Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Windstrom. Rein rechnerisch können damit mehr als 3.300 Privathaushalte versorgt werden. Damit ersparen allein diese vier Windräder der Umwelt fast 11.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.