Laatzen | 23.11.2018

Klimaschutz und Soziales Hand in Hand - Scheck-Übergabe

Mit guten Nachrichten, Lob und einem Scheck im Gepäck kamen die Projektpartner des Stromspar-Checks zu Bürgermeister Jürgen Köhne, um Bilanz zu ziehen. Seit über einem Jahr ist das Stromspar-Team der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover e. V. im Quartier Laatzen-Mitte verstärkt präsent, um noch mehr Haushalte mit geringem Einkommen für die kostenlose Stromsparberatung im bundesweiten Beratungsprojekt Stromspar-Check zu erreichen.

Bildunterschrift: V.l.: Bürgermeister Jürgen Köhne erhält von Dr. Silke Lesemann und Burkhard Teuber, AWO Region Hannover, sowie Udo Sahling, Klimaschutzagentur Region Hannover, einen symbolischen Scheck über eingesparte CO2-Emissionen überreicht. Foto: AWO Region Hannover/Christian Degener

Bildunterschrift: V.l.: Bürgermeister Jürgen Köhne erhält von Dr. Silke Lesemann und Burkhard Teuber, AWO Region Hannover, sowie Udo Sahling, Klimaschutzagentur Region Hannover, einen symbolischen Scheck über eingesparte CO2-Emissionen überreicht. Foto: AWO Region Hannover/Christian Degener

„Der Stromspar-Check kommt insbesondere Menschen in sozialen Notlagen zugute“, sagt Dr. Silke Lesemann, Vorstandsvorsitzende der AWO Region Hannover. Er helfe, das Haushaltsbudget zu entlasten und Stromsperren zu vermeiden. Die Beraterinnen und Berater sind speziell geschulte ehemalige Langzeitarbeitslose, welche die Beratung ‚auf Augenhöhe‘ durchführen. Mit dabei haben sie Messgeräte und eine Menge nützliche Tipps und Tricks, mit denen schnell bis zu 130 Euro Energiekosten im Jahr gespart werden können. Passende Soforthilfen wie energiesparende Beleuchtung, schaltbare Steckdosenleisten oder Wasserstrahlregler im Wert von bis zu 70 Euro werden vor Ort installiert. Außerdem gibt es Unterstützung beim Austausch von Kühlschränken.

Allein in Laatzen-Mitte wurden seit August 2017 bereits 258 Beratungen durchgeführt – mehr als in den siebeneinhalb Jahren zuvor. „Erfolgsfaktoren dafür sind die gute Vernetzung vor Ort und die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie mit dem Jobcenter und der Tafel e.V.“, betont AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber. Besonders das Büro, dass die Stadt im Rathaus zur Verfügung gestellt hat, sei sehr hilfreich. „Wir freuen uns, dass Laatzen als einer von bundesweit 13 Modellstandorten ausgewählt wurde, um das Konzept zu testen, und unterstützen das gern. Unsere Bürgerinnen und Bürger profitieren davon“, unterstrich Bürgermeister Jürgen Köhne. Der Stromspar-Check ist nicht nur unter sozialen Aspekten sinnvoll, sondern leiste einen Beitrag zu den CO2-Reduktionszielen, die sich Laatzen mit seinem Klimaschutzprogramm gesetzt hat.

„Die Haushalte, die den Check in Anspruch genommen haben, sparen Strom, Wasser und Heizenergie“, erläutert Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur. Hochgerechnet auf die rund 260 Checks in Laatzen-Mitte wird die Klimabilanz der Stadt Laatzen um 181 Tonnen CO2 entlastet, was in etwa der jährlichen Emission von mehr als 16 Personen in Deutschland entspricht. Um das zu honorieren überreichten Lesemann, Sahling und Teuber gemeinsam dem Bürgermeister einen symbolischen Scheck über die eingesparten CO2-Menge.

Das Angebot Stromspar-Check können alle Haushalte nutzen, die Transferleistungen erhalten oder deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. Anlaufstelle in Laatzen: Sprechstunden im Rathaus Laatzen, Marktplatz 13, Raum 912A, montags 9-13 Uhr, mittwochs 14-16 Uhr oder regionsweit Anmeldung unter Tel. 0511 219 78-169.

www.stromsparcheck-hannover.de  

Hintergrund: Das bundesweite Projekt „Stromspar-Check KOMMUNAL“ wird vom Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums getragen. In der Region Hannover setzt die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. das Projekt in Kooperation mit der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover um. Zusätzliche Mittel gibt es von der Region Hannover, dem Jobcenter Region Hannover und dem enercity-Fonds proKlima.