Hannover | 02.01.2019

Klimaschutzfonds gestärkt - Landeshauptstadt Hannover erhöht proKlima-Einzahlungen bis 2020

Bis 2020 hat die Landeshauptstadt Hannover ihre Einzahlungen befristet erhöht, um Know-how und Wirksamkeit des Klimaschutz-Fonds zu stärken. proKlima zieht zu seinem 20. Jubiläum eine erfolgreiche und wirksame Bilanz. Das geplante Budget der Breitenförderung 2018 wurde mehr als ausgeschöpft. Die Breitenförderprogramme für 2019 sind neu aufgelegt.

(c) enercity-Fonds proKlima

Mit erhöhter Fonds-Einzahlung durch die Landeshauptstadt Hannover haben die proKlima-Gremien den Jahreshaushalt und das Förderprogramm 2019 beschlossen. Der Rat der Landeshauptstadt hat aufgrund eines gemeinsamen Antrags der Fraktionen SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP die Erhöhung der Zuwendungen an den Klimaschutzfonds am 13. Dezember 2018 bewilligt. So erhöhen sich die Einzahlungen der Landeshauptstadt Hannover an die proKlima GbR um 450.000 Euro auf 1.450.000 Euro im Jahr 2019 und um 425.000 Euro auf 1.425.000 Euro für das Jahr 2020.

„Wir wollen die Arbeit und das Know-how von proKlima erhalten, stärken und damit auch den Klimaschutz und die Wärmewende gemeinsam mit den Bürgern in Hannover voranbringen“, sagt Philipp Kreisz, Vorsitzender des proKlima-Kuratoriums und Ratsherr der Landeshauptstadt. „Gleichwohl sind uns die durch enercity gestartete Mobilitätswende und die hierfür eingesetzten proKlima-Mittel wichtig.“

Die Landeshauptstadt kompensiert befristet bis 2020 die reduzierten Einzahlungen der enercity AG um insgesamt rund 875.000 Euro in zwei Jahren. Ab 2021 zahlt enercity wieder die volle Höhe ein. In der Zwischenzeit investiert enercity jährlich rund 2,5 Millionen Euro in den Aufbau der Elektromobilitätsinfrastruktur in den proKlima-Kommunen, welcher bereits tatkräftig erfolgt. „Mit der eingeläuteten Mobilitätswende können wir weitere deutliche Effekte für den Klimaschutz erreichen, da wir zusätzlich Bundesfördermittel ins proKlima-Land holen“, erläutert enercity-Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva. enercity hat bereits Bundesfördermittelzusagen für über 700 Ladepunkte akquiriert.

Das Budget der proKlima-Breitenförderung 2018 wurde mit rund 1,7 Millionen Euro gegenüber dem geplanten Ansatz mehr als ausgeschöpft. „Die Förderbilanz von zwei Jahrzehnten proKlima-Arbeit kann sich sehen lassen“, sagt Matthias Wohlfahrt, Leiter der proKlima-Geschäftsstelle. „Seit 1998 wurden über 32.000 Breitenfördermaßnahmen, rund 790 Einzelförderungen und über 64 Millionen Euro Fördermittel wirksam bewilligt. Damit konnten mehr als 1,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden“. Diese CO2-Menge entspricht rund 1,8 Millionen Flugreisen (hin und zurück) mit dem Flieger von Hannover nach Palma de Mallorca.

Neuerungen im Breitenförderprogramm

Das geplante Fördermittelbudget für das Jahr 2019 sieht rund 1,8 Millionen Euro vor. Davon werden rund 1,5 Millionen Euro in der Breitenförderung bereitgestellt. Die Förderrichtlinien wurden optimiert und teils neu ausgerichtet. Neu gegenüber dem Vorjahr sind zum Beispiel erhöhte Fördersätze für die nachhaltige Dämmung von Gebäuden oder für den hydraulischen Abgleich von Heizungsanlagen. Die Gremien beschlossen zudem die Solarwärmeförderung für Mehrfamilienhäuser wieder aufzunehmen und mit einen Innovations-Bonus bei Anbindung in ein bestehendes Nah- oder Fernwärmenetz auszustatten. Zudem werden neue hocheffiziente Speicher mit der EU-Effizienzklasse A höher gefördert.

Details zu den neuen Förder-Richtlinien: www.proklima-hannover.de/foerderung