Wennigsen | 19.09.2018

Mit Solarstrom fast autark - Kornbrennerei installiert große PV-Anlage

Die Kornbrennerei Warnecke plant in die Zukunft und denkt an den Klimaschutz: 164 Photovoltaik-Module (45,92 kWp) produzieren seit Juni Solarstrom zum Eigenverbrauch des Familienunternehmens in Bredenbeck, Gemeinde Wennigsen. Und Johann Warnecke ist begeistert, denn 98 Prozent seines Strombedarfs für seinen Privathaushalt wie auch für die Brennerei liefert jetzt die Solaranlage mit zusätzlichem Stromspeicher.

Mit der rund 360 Quadratmeter großen Solaranlage produziert die Kornbrennerei Warnecke in Bredenbeck ihren Strom jetzt fast vollständig selbst. Foto: Mirko Bartels

V.l.: Michael Walkling, AS Projekte, Andreas Lau, Energieberater, Johann Warnecke, Nina Algermissen, Gemeinde Wennigsen, Axel Bader, Klimaschutzagentur Region Hannover und Michael Capota Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Foto: Mirko Bartels

Erst im Januar dieses Jahres hatte Warnecke eine “Impulsberatung Solar” für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten. Diese Beratungen bietet die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen in Kooperation mit der Klimaschutzagentur Region Hannover Betrieben an, die mehr als 10.000 Euro Energiekosten pro Jahr haben.  “Der Energieberater Andreas Lau hat mir deutlich gemacht, dass ich den größten Teil meines Eigenstroms selbst im Betrieb verbrauchen kann. Danach war ich so motiviert, dass ich mir sofort einen Planer gesucht habe”, sagt Warnecke. 

Wegen der historischen Gebäude wurde bei der technischen Umsetzung auch auf die Ästhetik geachtet: Auf 360 Quadratmetern der in Richtung Südwest und Nordost ausgerichteten Dachfläche wurden besonders schlichte, schwarze Solarmodule installiert. Das super Sonnenwetter in diesem Jahr war für die Solarstromproduktion natürlich ideal. Die Anlage ist aber so groß dimensioniert, dass nach Berechnungen der Firma AS Projekte die Grundlast auch in der Winterzeit gesichert sein wird. „Die errechneten Werte sind vielversprechend“, so Warnecke. Nach einer Erneuerung der Dächer auf der Ostseite gäbe es mittelfristig sogar noch Potenzial für eine Erweiterung der PV-Anlage. Dazu müsste dann aber auch der Netzanschluss ausgebaut werden.

Michael Capota von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen freut sich über das gute Beispiel von Warnecke. „Es zeigt uns, dass wir mit unserem kostenfreien Beratungsangebot für Unternehmen die richtigen Impulse setzen: Qualifiziert und unabhängig beraten und die nötige Entscheidungshilfe bieten“.  Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover verwies darauf, dass in der Region Hannover auch Unternehmen mit geringeren Energieverbräuchen beraten werden: „Je nachdem, was gewünscht wird – ein Energieeffizienz-Check, Solar- oder E-Mobilitäts-Check –  die Klimaschutzagentur kann dank der Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Region Hannover jeden Betrieb passgenau beraten, der seine Energieeffizienz verbessern möchte“. 

Beratung und Anmeldung unter e.cobizzspamfilter@klimaschutzagenturspamfilter.de  oder auf www.ecobizz.de 

Das landesweite Angebot finden Sie unter:  www.klimaschutz-niedersachsen.de/solar