Springe | 23.05.2019

Mitgestalten ausdrücklich erwünscht: Auftaktveranstaltung zum Projekt „SPRINGE in die Zukunft!“

V.li.: Sanierungsmanager Boris Schwitalski, Udo Sahling (Geschäftsführer der Klimaschutzagentur), Marcus Diekmann (Stadtwerke Springe), Emma Fengler von der Bewegung Fridays for Future (FfF), Bürgermeister Christian Springfeld, Desidera Hecke (FfF), Rudolf Rantzau (Klimagruppe Springe), Katrin Härtel (Klimaschutzmanagerin), Julia Michalczyk und Udo Scherer von der Klimaschutzagentur sowie Magnus Gehrke (FfF).

Die Ideen aller waren gefragt: Bei der Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung dreier Quartierskonzepte in Springe am 22. Mai wurden nicht nur Informationen zum Projekt „SPRINGE in die Zukunft!“ geboten, sondern auch kreatives Theater aus dem Stegreif, natürlich passend zum Thema. Zum Start näherte sich das Instant Impro-Theater aus Bremerhaven in der Aula des Schulzentrums Nord dem Thema Klimaschutz mit viel Witz und Humor und nahm spontan Begriffe aus dem Publikum auf und gab einen lockeren Einstieg in den Abend.

Im Laufe der Veranstaltung stellten die Projektbeteiligten von der Stadt und den Stadtwerken Springe sowie von der Klimaschutzagentur Region Hannover das Vorhaben vor, warum die Quartierskonzepte für Springe wichtig sind und wie jeder mitgestalten kann. Auch Fragen zum Fernwärmeausbau, laut Bürgermeister Christian Springfeld ein „Jahrhundertprojekt“, wurden beantwortet. Zur weiteren Beteiligung soll es regelmäßig Veranstaltungen und Exkursionen geben, um ein möglichst konkretes Konzept auf die Beine zu stellen. Außerdem können ab sofort alle Springer kostenlos Energieberatungen in Anspruch nehmen – sowohl Hausbesitzer als auch Unternehmen.

Auch Desidera Hecke, Emma Fengler und Magnus Gehrke, die aktiv bei der Bewegung „Fridays for Future“ dabei sind, brachten ihre Ideen ein. Vor allem die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ist ihnen ein wichtiges Anliegen. Bei dem jetzigen Angebot müssten sie sich viel zu oft mit dem Auto von ihren Eltern fahren lassen. Sie forderten die ältere Generation auf, nun endlich nachhaltig zu denken und zu handeln. Auch kleine Wünsche wurden geäußert, wie mehr Blumen pflanzen für den Artenerhalt und den Schutz der Bienen. Ganz nebenbei verschönere das auch das Stadtbild. Rudolf Rantzau, Mitglied einer seit Jahren aktiven Klimagruppe aus Springe, zu der acht Familien gehören, war besonders begeistert von dem Engagement und versprach, die jungen Leute nach Kräften unterstützen zu wollen. 

Für Fragen und Anregungen steht Sanierungsmanager Boris Schwitalski zur Verfügung: Tel.: 05041 6459-6417.

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Hintergrund: 
In der Springer Kernstadt werden im Auftrag der Stadt sowie der Stadtwerke Springe drei energetische Quartierskonzepte erarbeitet: Nord, Mitte und Süd. Die Begrenzung orientiert sich am Trassenverlauf des Fernwärmenetzes. Ziel bei der Erarbeitung durch die Klimaschutzagentur Region Hannover ist es, energetische, städtebauliche, baukulturelle, wohnungswirtschaftliche und soziale Aspekte und Potenziale für eine klimaneutrale Quartiersentwicklung aufzubereiten. Diese Kenntnisse sollen mit dem Ausbau der Fernwärme verknüpft werden. 

Konkret sollen für die Quartiere energetisch und wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsmaßnahmen für Einzelgebäude entwickelt werden. Auch städtebauliche Aspekte für die Quartiere werden untersucht, die sich beispielsweise aus Anforderungen der Entwicklung bei der E-Mobilität oder durch Verbesserungen im Radverkehr ergeben könnten. Es ist eine intensive Beteiligung aller Akteure vor Ort sowie der Bürgerinnen und Bürger geplant, die sich mit ihren Ideen einbringen können. Auch intensive Energieberatungen werden während des einjährigen Projektverlaufs allen Bürgerinnen und Bürgern angeboten. 
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