Strom sparenAkteure & PartnerRegionsweit | 15.09.2017

Neue Ökodesign-Richtlinie für Wärmespeicher und Heizgeräte

Mit dem Austausch von Altgeräten Energie sparen

Ab dem 26. September 2017 gelten neue Standards für Heizungen und Warmwasserbereiter bei der Energieverbrauchskenn-zeichnung (EU-Label) und der Ökodesign-Richtlinie. Sie sollen die Energiesparpotentiale in privaten Haushalten verbessern. Oftmals sind veraltete Anlagen und Geräte der Grund dafür, dass die Energiekosten für Heizung und Warmwasser die Kosten für Strom übersteigen.
Die Neuerungen ergänzen und aktualisieren die Maßstäbe, die bereits seit knapp zwei Jahren gelten“, erklärt Florian Lörincz, Energieexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die wichtigsten Änderungen sind:
1.    Wärmespeicher
•    die Energieeffizienz-Klasse A + wird neu eingeführt
•    neue Geräte werden nur noch bis Effizienzklasse C zugelassen
•    Geräte mit Klasse D und schlechter, die noch auf dem Markt sind, dürfen nicht mehr vertrieben werden
•    die Klasse G entfällt
„Für Verbraucher wird es so leichter, effektive Wärmespeicherung und eine gute Wärmeisolierung zu erkennen“, ist Lörincz überzeugt. Und das zahlt sich aus: „Die Qualität der Wärmedämmung eines Speichers beeinflusst die Warmhalteverluste. So verliert ein Speicher mit der Effizienzklasse A rund 30 Prozent weniger Wärme als ein Speicher der Klasse B“, erklärt Lörincz. Bei elektrischen Speichern kann das Einsparpotential noch erheblich höher ausfallen. Als Beispiel: Die Kostendifferenz zwischen einem erdgasbeheizten Klasse-A-Speicher und einem elektrisch beheizten Klasse-C-Speicher liegt bei über 100 Euro pro Jahr.
2.    Warmwasserbereiter
Auch für Warmwasserbereiter, also Heizgeräte, die das Wasser in Haushalten erwärmen, wird die Effizienzklasse A+ eingeführt. Kombigeräte, über die das Warmwasser plus die Heizungswärme geregelt wird, erhalten die Energieeffizienzklassen A+ bis G. „Oftmals weisen veraltete Warmwasserbereiter und Kombigeräte eine schlechte Energieeffizienz auf. Ein vorzeitiger Austausch eines Altgerätes kann daher in vielen Fällen zu erheblichen Einsparungen führen, so Lörincz.
Allein die Verwendung von energieeffizienten Geräten ist allerdings noch keine Garantie dafür, dass die Anlage optimal läuft. „Die einzelnen Komponenten der Anlage müssen sinnvoll kombinierbar sein.
Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen bundesweit unabhängig und kompetent weiter“, so der Experte.
Auch darüber hinaus beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale alle Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten: in einem persönlichen Beratungsgespräch, telefonisch oder online. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V.