SolarenergieBioenergieWindenergieBauen & ModernisierenKraft-Wärme-KopplungSolarenergie | 18.11.2013

Neustadt, Barsinghausen und Hemmingen sind Klima-Meister 2013

Neustadt am Rbge., Barsinghausen und Hemmingen sind "Klima-Meister 2013". Sie sind die Sieger im neuen, regionsweiten Klima-CO2NTEST und setzten sich in unterschiedlichen Kategorien im Wettbewerb mit 17 teilnehmenden Kommunen durch.

In einem sportlichen Wettstreit lieferten sich die Teilnehmenden spannende Kopf-an-Kopf-Rennen in den fünf Disziplinen Solarenergie, Bioenergie, Windenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Passivhäuser. Diejenigen, die über alle Disziplinen die meisten Punkte sammeln konnten, wurden von der stellvertretenden Präsidentin der Region Hannover, Doris Klawunde, am Dienstag, 19. November, in der Akademie des Sports in Hannover mit dem Titel "Klima-Meister 2013" ausgezeichnet. Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover, Organisatorin und Schiedsrichterin des Wettbewerbs, hatte im Juni alle Einwohnerinnen und Einwohner aus der Region sowie die Kommunen dazu aufgerufen, ihre Anlagen und Passivhäuser zu melden. Weitere Daten, z.B. von Verwaltungen und Energieversorgern, gingen in die Wertung mit ein.

Horst Schörshusen, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, beglückwünschte die Kommunen und die Projektpartner.  Beeindruckt zeigte er sich vom großen Engagement der Wettbewerbsteilnehmer: "Ihr Einsatz ist wichtig, denn der Ausbau der erneuerbaren Energien und ein höherer energetischer Standard im Gebäudebereich sind Eckpfeiler der Energiewende", so der Staatssekretär, der stellvertretend für den Schirmherrn des Wettbewerbs, Ministerpräsident Stephan Weil gekommen war. Mit dem Klima-CO2NTEST werde sichtbar, dass jeder einen Beitrag leisten könne.

Als klarer Sieger in der Kategorie "ländliche Struktur" setzte sich Neustadt am Rbge. durch, das gleich in mehreren Disziplinen glänzen konnte, und gewann mit deutlichem Abstand vor Springe und der Wedemark.
In der Kategorie"ländlich-städtische Struktur" war Barsinghausen besonders stark in den Bereichen Solar- und Bioenergie und holte so auch den Gesamtsieg. Zweit- und Drittplatzierte waren Gehrden und Lehrte.
Hemmingen siegte in der Kategorie "städtische Struktur" und konnte vor allem mit einem hohen Bestand an Passivhäusern sowie Wind- und Solaranlagen punkten, gefolgt von Ronnenberg und Langenhagen.

Gewertet wurden jeweils der Bestand an Anlagen sowie der Zuwachs in den Jahren 2012 und 2013. Besonders überraschend und erfreulich war der große Zuwachs an Solarstrom in der Region Hannover: Die Leistung der gemeldeten Anlagen hat sich gegenüber 2011 fast verdoppelt.

"17 von 21 Städten und Gemeinden aus der Region haben gleich in der ersten Saison am Wettbewerb teilgenommen", sagte Doris Klawunde, die den Siegern die Medaillen überreichte. Insgesamt wurden 11.170 Anlagen mit erneuerbaren Energien, 382 Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und 104 neue Passivhäuser gemeldet. Klawunde bedankte sich bei allen, die ihre Anlagen und Passivhäuser gemeldet haben, um ihre Kommune im Wettbewerb nach vorne zu bringen. "Die Vielzahl der Projekte stimmt mich optimistisch, dass wir unsere ambitionierten Ziele, die wir im "Masterplan 100 % für den Klimaschutz" gesetzt haben, erreichen können".

Verena Exner, Referatsleiterin in der Abteilung Umweltkommunikation bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die dreijährige Pilotphase des Projektes fördert, wünscht sich, dass auch andere Regionen die Konzeptidee übernehmen. "Mit dem Wettbewerb wird sichtbar, was Bürgerinnen und Bürger und Kommunen bereits für den Klimaschutz tun – das motiviert andere, ebenfalls aktiv zu werden. Wir unterstützen den Klima-CO2NTEST, da er bei Bürgerinnen und Bürgern Anreize für Verhaltensänderungen hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil setzt. Außerdem werden die Kommunen ermutigt, weiterhin aktiv zu sein", betonte Exner.
Weitere Unterstützer des Klima-CO2NTEST sind neben der DBU die Region Hannover, die Avacon AG und der enercity-Fonds proKlima.

"Im Jahr 2014 geht der Wettbewerb in die zweite Runde", kündigte Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, an. "Dann treten nicht nur die Kommunen gegeneinander an, sondern auch die Bürger können sich untereinander messen. Wer die beste Klima-Bilanz hat, gewinnt attraktive Preise".

Weitere Informationen und die Ergebnisse im Detail gibt es auf www.co2ntest.de

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