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Bauen & ModernisierenHannover, Bauen & Modernisieren, Topaktuell | 11.02.2017

Aktionstag gegen Schimmel

Am Sonnabend, 11. Februar 2017 findet von 11 bis 16 Uhr eine Veranstaltung zur effektiven Schimmelvermeidung und -bekämpfung im Rahmen des Aktionstags gegen Schimmel in der Herrenstr. 14 in Hannover statt. Sie wird organisiert von der Verbraucherzentrale Niedersachsen und dem Deutschen Mieterbund Hannover.

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit kommt es häufiger zu Schimmelbefall in Wohnräumen. Dunkle Flecken an Decken und Wänden sind ein Zeichen dafür, schnell etwas zu unternehmen. Denn die Pilzsporen können das Mauerwerk schädigen, das Raumklima negativ beeinflussen und sogar zur Gesundheits-gefahr werden. Beim „Aktionstag gegen Schimmel“ können sich Mieter und Eigentümer informieren, wie man Schimmel effektiv vermeiden und bekämpfen kann.

Vorträge und individuelle Beratung
In Vorträgen wird informiert, wie Schimmel entsteht, wie man ihn beseitigen und sich davor schützen kann. Aber auch, welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind. Außerdem kann Schimmelbefall zu Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter führen. Es wird deshalb auf die Rechte und Pflichten von Mietern eingegangen. Zur individuellen Beratung stehen Fachleute aus den Bereichen Gesundheit, Umwelthygiene, Energie-beratung und Mietrecht zur Verfügung. Darüber hinaus können Schimmelproben (max. 2 Proben auf Tapete), Fotos oder Gutachten zur Sofortaufklärung mitgebracht und Messgeräte ausgeliehen werden.
Wie entstehen Schimmelpilze?
Es gibt viele Auslöser für schädliche Schimmelpilze in Wohnräumen. Alle stehen im Zusammenhang mit einer höheren Feuchtigkeit in der Luft oder im Bauteil. An kalten Außenwänden kühlt sich warme Raumluft ab und kondensiert, denn mit sinkendender Temperatur geht die Aufnahme-fähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück. Täglich werden etwa zwei bis drei Liter Wasser pro Person beim Waschen, Kochen, Putzen und einfach durchs atmen an die Raumluft abgegeben. Regelmäßiges Lüften und Heizen der Räume ist eine wichtige Voraussetzung, um die Raumluftfeuchte zu verringern. Auch Baumängel und Bauschäden sowie Wärmebrücken können Ursachen für durchfeuchtete Bauteile sein und Schimmel hervorrufen. Oftmals liegen mehrere Gründe gleichzeitig vor, so dass eine Schuldfrage selten eindeutig zu klären ist. Da die Sporen gesundheitsgefährdend sein können, sollte der Schimmel schnellstens fachgerecht beseitigt werden, die Ursachen erkannt und eine dauerhafte Lösung für schimmelfreies Wohnen gefunden werden.
Messgeräte kommen Schimmel auf die Spur
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet generell neben der fachlichen Beratung auch den Verleih von verschiedenen Messinstrumenten an, um dem Schimmel auf die Spur zu kommen. Mit einem Thermohygrometer werden die Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeits-gehalt gemessen und ein Protimeter hilft, die Feuchtigkeit auf den Wandoberflächen aufzuspüren. Ein Infrarotthermometer dagegen misst die Temperatur auf Wandoberflächen – damit lassen sich der Dämmstandard und auch Wärmebrücken qualifiziert beurteilen.

Kontakt: Andrea Gerhardt, Projektkoordinatorin Energieberatung
a.gerhardtspamfilter@vzniedersachsenspamfilter.de

Wann? 11.02.2017 von 11:00 bis 16:00
Wo? Herrenstraße 14, 30159 Hannover
Die Veranstaltung ist kostenfrei!

Organisatoren sind der Deutsche Mieterbund Hannover und die Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V.

Das Veranstaltungsprogramm können Sie hier(pdf) herunterladen.