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Hannover, Bauen & Modernisieren, Topaktuell | 05.02.2015

Funktioniert Ihre Brennwert-Heizung optimal?

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen lädt ein zu einem Vortrag am 5.02.2015 um 19:30 Uhr in der Herrenstr. 14, 30159 Hannover, 4. Etage. Der Energieberater Jan Norrmann erläutert die Optimierung von Brennwertheizungen und stellt das spezielle Beratungsangebot, den Brennwert-Check, vor. Aufgrund einer Förderung von proklima – der enercity-Fonds ist der Vortrag kostenfrei.

Viele Heizungskessel sind zu groß „Brennwertheizungen sind eigentlich besonders effizient, weil sie die Wärme des Wasserdampfs in den Abgasen nutzen“, erklärt der Energieexperte Jan Norrmann. In der Praxis arbeiten jedoch bis zu zwei Drittel der Geräte nicht optimal, das hatte bereits im Jahr 2011 eine Feldstudie der Verbraucherzentrale Energieberatung ergeben. Seitdem haben die Energieberater über 3.800 weitere Kessel überprüft. Außerdem zeigt die Studie, dass viele Heizungskessel zu groß sind. Das ist besonders ärgerlich für die Heizungsbesitzer: „Immer noch werden viele überdimensionierte Heizkessel installiert“, berichtet Norrmann: „Ein zu starker Wärmeerzeuger produziert aber mehr Wärme, als das System benötigt. Deshalb schaltet das Gerät häufig ab und kurze Zeit später wieder an. Es läuft also kaum im ruhigen Normalbetrieb. Dadurch verschleißt es deutlich schneller und verbraucht zu viel Brennstoff.“ Dieses Phänomen ist auch unter Umweltschutzaspekten problematisch, da beim Start des Wärmeerzeugers mehr Schadstoffe ausgestoßen werden als im laufenden Betrieb.  Bei der Planung einer neuen Heizungsanlage müsse deshalb unbedingt eine individuelle sogenannte Heizlastberechnung durchgeführt werden, fordert der Energieberater. Nur so könne die optimale Kesselgröße ermittelt werden.

Ausreichende Dämmung spart Energie

Alarmierend ist aus Norrmanns Sicht noch ein weiterer Befund der Brennwert-Checks: Steht ein Heizkessel in einem unbeheiztem Raum, müssen Rohrleitungen und Armaturen sorgfältig gedämmt sein, sonst geht darüber viel Heizwärme ungenutzt verloren. Nicht einmal bei einem Viertel der untersuchten Systeme ist dies jedoch vorschriftsmäßig ausgeführt. Dieses Problem kann schnell und kostengünstig behoben und damit viel Energie gespart werden. Den Check können alle Verbraucher durchführen lassen, die ein Brennwertgerät besitzen. Dank der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium fällt eine Kostenbeteiligung von nur 30 Euro an. Die Terminvereinbarung ist kostenfrei möglich unter Tel. 0800 – 809 802 400.

Achtung: Der Brennwert-Check kann nur in der Heizperiode durchgeführt werden. Mehr Informationen gibt es auf www.brennwertcheck.de  oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de .